Schweinegrippe in zwei Hainichener Kitas

|

Das Influenza-Virus ist in Mittelsachsen angekommen. Betroffen sind Kindereinrichtungen in Hainichen.

Mittelsachsen

 Aushänge in den Kindertagesstätten in Hainichen informieren Eltern: Die ersten Fälle der ansteckenden Virusgrippe sind aufgetreten. „In unserer Einrichtung gibt es erkrankte Kinder, aber nicht nur bei uns“, bestätigte Anneliese Fritsche, Leiterin der „Villa Zwergenland“ an der Bahnhofstraße. Ein weiteres Kind, bei dem die Infektionskrankheit nachgewiesen wurde, besucht die Tagesstätte auf dem Ottendorfer Hang. „Es war aber zum Zeitpunkt der Erkrankung nicht in unserer Einrichtung“, sagte Leiterin Margitta Wagner.

Auch in dieser Tagesstätte informieren Aushänge über ansteckende Krankheiten. Spezielle Vorkehrungen werden in beiden betroffenen Kitas getroffen, dazu gehört die Desinfektion in den Räumen. Beide Leiterinnen sehen jedoch keinen Grund zu großer Besorgnis. Eine ähnliche Auffassung hat Andreas Prokop, stellvertretender Amtsarzt im Landratsamt Mittelsachsen. „Dass es in Kindereinrichtungen zu Häufungen von übertragbaren Krankheiten kommen kann, ist jedem bekannt“, sagte er . Gerade in der Erkältungszeit würden sich die Kinder schnell mit Atemwegserkrankungen anstecken.


34 Meldungen im Kreis

„Durch die Laboruntersuchungen wurde bei den Fällen in Hainichen überwiegend das Influenza-A-Virus Variante H1N1 als Erreger der Erkrankungen nachgewiesen“, ergänzte er. Dabei handelt es sich um einen Erreger der Schweinegrippe. Das Gesundheitsamt sehe keine Veranlassung, eine Schließung der Einrichtungen anzuordnen. „Die Leiterinnen klären die Eltern auf. und Aushänge weisen auf das Auftreten der Influenza hin“, so der Amtsarzt. „Besorgte Eltern können sich auch an die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung wenden.“

Dem Gesundheitsamt liegen 35 Grippemeldungen aus Mittelsachsen vor, wobei 34 Influenza-A bedingt sind. Die Tendenz sei steigend, was aber durchaus der Saison entsprechen würde. „Dass die Variante des Influenza-A-Virus vorherrscht, war zu erwarten“, sagte Prokop. Entsprechend sei auch der Grippeimpfstoff gestaltet. „Wir unterscheiden nicht nach ,normaler‘ Grippe oder ,Schweinegrippe‘. Wir gehen von der saisonalen Influenza aus, bei der eben der neue Erregertyp überwiegt“, unterstrich der Arzt.


Amtsarzt rät zur Impfung

Plötzlich auftretende Kopf- und Gliederschmerzen, verbunden mit Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Husten, zum Teil aber auch Bauchschmerzen, sprechen für eine Influenza. Bei Grippesymptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dabei verweist Prokop auf die allgemeinen Hygieneregeln, wie sie in jeder Grippesaison gelten: Möglichst keine Hände schütteln, in die Ellenbeuge husten oder niesen. Wegwerftaschentücher verwenden, öfters die Hände waschen. „Das Sicherste ist natürlich, sich jährlich im Herbst gegen die Influenza impfen zu lassen“, sagte Amtsarzt Andreas Prokop. Ein Impfschutz ist nach zehn bis 14 Tagen aufgebaut.

Von Petra Schumann
Quelle: bild.de, rp-online.de, focus.de, welt.de, berlinonline.de, AFP, mz-web.de, n-tv.de, sueddeutsche.de, spiegel.de, sz-online.de.....