Jeder dritte Deutsche bekommt das Schweinegrippe-Virus

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Etwa 2000 Menschen könnten in Deutschland laut Schätzungen das gefährliche Schweinegrippe-Virus bereits in sich tragen, offiziell sind es zurzeit nur 278 – doch die Ausbreitung des Virus lässt sich nicht mehr verhindern, da sind sich Virologen sicher.

„Ich gehe davon aus, dass die tatsächliche Zahl der in Deutschland Infizierten mindestens beim Zehnfachen der gemeldeten knapp 200 Fälle liegt“, sagt Professor Alexander Kekulé von der Martin-Luther-Universität Halle.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht sogar noch weiter: Sie schätzt, dass sich das H1N1-Virus bis zum Herbst großflächig über Deutschland ausgebreitet haben wird – demnach werde bei uns bis dahin jeder Dritte an der Schweinegrippe erkranken!

Es besteht ein unkalkulierbares Risiko: Der Erreger der Schweinegrippe steht einem normalen Grippevirus in seiner Wandlungsfähigkeit in nichts nach – das H1N1-Virus verändert sich ständig. Forscher stellen sich daher auf drei Szenarien ein.

Erstens: Das H1N1-Virus verwandelt sich in einen aggressiveren Typen, der dem Menschen stärker zusetzt als der derzeitige Typ.

Zweitens: Das Virus vermischt sich mit den gewöhnlichen saisonalen Grippestämmen, die gerade um die Erde wandern.

Drittens: Die Schweinegrippe vermischt sich mit dem Erreger der Vogelgrippe und mutiert zu einem gefährlichen Grippevirus, das wie die Spanische Grippe (1919) Millionen Menschen den Tod bringen könnte. Das wäre die bedrohlichste aller Varianten.